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Buchbesprechung & Rezension

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Wenn niemand einen Text liest, nie jemand davon erfährt, wie soll ein Interessent dann auf Neues kommen? Man stolpert weder über eine Neuzüchtung für Rosenpflanzer noch über einen eben verlegten Roman, wenn darauf nicht aufmerksam gemacht wird. Die entsprechende Bühne ist in den Medien gegeben - egal ob in gedruckter oder digitaler Form, als Wortkaskade oder animiert, mit Bildern, Fotografien, Filmtrailer und Musik unterlegt und leicht verdaulich aufbereitet.

"Buchbesprechung" ist das Zauberwort … Neudeutsch auch als "Rezension" (oder noch kürzer-Neudeutsch als 'Rezi') bekannt. Verlage legen großen Wert auf eine Buchbesprechung, denn über diese wird das beworbene Produkt nicht nur -wie in einem Folder, Flyer oder Katalogausschnitt- angezeigt. Der Verlag beschäftigt Werbestrategen, die eine fiktive Buchbesprechung durch einen Text suggerieren, der sich zwar wie eine professionelle Rezension liest, in Wirklichkeit aber nur verkaufsfördernde Strategien beinhaltet.

Der wahre, unabhängige Kritiker verfasst eine Rezension ohne Beeinflussung, diese wird dann in einem entsprechenden Rahmen (Printmedium, TV-Auftritt etc.) und der entsprechenden Rubrik für interessierte Leser und Vorbeischauende platziert … fertig ist die Wirkung einer solchen Buchbesprechung … die im Idealfall natürlich nicht nur das behandelte/vorgestellte Buch, sondern auch gleich noch den Autor dahinter und … ja, auch den Verlag in den Fokus rückt.

Rezension! - Buchbesprechung! - Werbung!

Jeder braucht die Unterstützung werbetechnischer Maßnahmen. Dort, wo einer, der schon gelesen hat, seine Rezension für andere veröffentlicht, stellt sich einerseits eine Kommunikation mit dem Verfasser solch einer Buchbesprechung ein, weitergeleitet zum Autor des Werkes, der (eventuell) von dieser Rezension seines Geisteskindes später erfährt als der potenzielle Leser/Käufer - und andererseits wird eine Vorahnung vermittelt, ein Bedürfnis geweckt oder auch nur ein wenig Interesse, sich näher mit dieser Buchbesprechung und dem dahinterliegenden Werk zu beschäftigen.

Inwiefern eine Rezension tatsächlich hilfreich für den Leser/Käufer sein kann und soll, bestimmt irgendwo auch das Umfeld. Wer heute eine Wochen-Zeitschrift aufschlägt, findet darin mit Sicherheit eine Sparte BUCHTIPPS oder LESETIPPS - vielleicht sogar spezifisch auf ein saisonales Erwartungsverhalten zugeschnitten: BUCHBESPRECHUNG ausgewählter FERIENLITERATUR! Ja, da gibt es Rezensionen, die sich nicht am Inhalt oder am Gehalt, weder am Wert noch an der Klasse einer Veröffentlichung orientieren, sondern einzig am Nutzen für den potenziellen Leser. Gute Unterhaltung am Strand, das anspruchsvolle Werk für die langen Winterabende am Kamin, Nebenher-Literatur für den Reader in der U-Bahn …!

Diese Rezension war nützlich für Sie?

Diese Buchbesprechung (transponabel auf jedes andere Medium) hat Ihnen gefallen?

Solche Fragen erscheinen -oft sogar automatisiert- im Internet, bei den Großversendern ebenso wie bei den unbekannten Einzelkämpfern. Feedback für Firmen, Käufer und Produzenten! Auswertbar von Gesellschaften, die mit diesen Auswertungen unter Umständen mehr Gewinn erzielen, als Verkäufer und Produzenten des untersuchten Produktes.

Ein Kunde hat gekauft, hat (in unserem Fall) gelesen, und dann verfasst er eine Rezension. Ja, er wird sogar aufgefordert, seinem literarischen Interesse für das angebotene Produkt eine Buchbesprechung folgen zu lassen.

Wie auch immer der Neu-Leser zu einem Werk stehen wird - das, was vorab an Informationen aufgenommen wird/werden kann und muss, beeinflusst zu einem gewichtigen Teil seine Erwartungshaltung und seine Grundeinstellung.

Sei denn jeder Rezensent mit seinen Buchbesprechungen sehr vorsichtig und wählte mit Bedacht die Worte aus, die irgendeine medienwirksame Plattform schließlich -im Idealfall- einer riesigen Anzahl von Interessenten präsentiert - als meinungsbildende Rezension.

Und prüfe auch jeder Interessent einen Text genau, der als Überschrift "Buchbesprechung" oder "Rezension" trägt … denn kein einziger Vorab-Leser wird einem die Arbeit abnehmen können, während und (vor allem) nach der Lektüre eines Buches selbst zu denken.

Zumindest sollte das die Vorgabe und auch die Voraussetzung für ein gutes Buch sein:

Selber denken … können und dürfen!

Alexander Zeram / September 2011

Zu Juliana Modois Meinen Schutzengel suchend von Hans-Dieter Lücke

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Nach der Veröffentlichung des Buches "Meinen Schutzengel suchend" erreichten 1985 mehrere Buchbesprechungen den M&N Boesche-Verlag. Nach der bereits vorgestellten Buchbesprechung von Prof. Werner Manheim folgt nun ein Brief von Hans-Dieter Lücke:

Ernst Günther Bleisch (Dichter/Essayist) zu Conrad Cortins "Cyberspace der Fantasie"

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Der gebürdige Schlesier und in München lebende Dichter und Essayist Ernst Günther Bleisch hat vor einigen Jahren eine Rezension zu Conrad Cortins „Cyberspace der Fantasie“ verfasst. Conrad Cortin hat diese Rezension für eine Veröffentlichung auf LiteratPro bereitgestellt:

Prof. Werner Manheim zu Juliana Modoi

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Nach der Veröffentlichung des Buchs "Meinen Schutzengel suchend" von Juliana Modoi erreichten 1985 mehrere Buchbesprechungen den M&N Boesche-Verlag. Der Verlag hat zwei der Buchbesprechungen bereitgestellt und gibt auf diese Weise einen kleinen -aber dabei sehr interessanten Einblick in das Buch selbst und in die Interaktion, die es vor einigen Jahren durchaus noch zwischen Lesern und engagierten Verlagen gab. Wir werden beide Buchbesprechungen an dieser Stelle veröffentlichen und dabei mit der Einsendung von Professor Werner Manheim beginnen: