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Liebesgedichte

Auf diesen Seiten sind alle auf LiteratPro veröffentlichten Beiträge untergebracht, die in die Kategorie „Liebesgedichte“ eingeordnet werden konnten. Die Einordnung in die Kategorie Liebesgedichte wurde dabei von LiteratPro vorgenommen und entspricht nicht zwingend den eventuell fachlichen Einordnungen in Publikationen.

Liebe

Liebe ist wie Sonnenschein –
Liebe ist mal groß mal klein;
Liebe ist wie Regenschauer,
und manchmal ist es auf die Dauer
besser, nicht verliebt zu sein.

Liebe ist ein Regenbogen –
Liebe ist wie Sturm und Wogen;
Liebe ist wie ein Gewitter,
und manchmal fühlt man süß und bitter,
sich um die Liebe so betrogen.

Liebe ist wie Morgenrot –
Liebe stirbt den Mehrfachtod;

von: 
Arja Barton

Gedicht 2

Meine Liebe
für dich nicht mehr bewohnbar
umgibt dich als Landschaft
in die dein Herz nicht
einzuziehen wagt
nicht
dass du die Horizonte nicht siehst,
du fürchtest dich vor ihrem Ausmaß.

von: 
Gila Philipp-Kullmann

Sollen wir die Uhren noch wecken?

Meine Liebe schläft
eine müde Stunde zu Stein;
sollen wir die Uhren noch wecken?
Sollen wir den Traum verewigen?

Apfelfarben sprechen meine Wangen
eine uns fremd gewordene Sprache,
wir haben keine Erinnerungen,
die Erde kennt keine Vergangenheit.

Eine unbekannte Frau von der Straße
war einmal betäubende Liebe,
sollen wir die Uhren noch wecken?
Sollen wir ihr Ticken verewigen?

von: 
Juliana Modoi

LIEBE UND TOD - an Leonie -

Bild

Ein altes Sprichwort kommt mir in den Sinn,
daß Tod und Liebe, wunderbar verbunden,
ihr Spiel betreiben seit dem Anbeginn
der Welt. Die Liebe heiligt Todesstunden
mit ihrem Trost, doch die Beharrlichkeit,
die sie verspricht, ist nur von kurzer Dauer.
Der Tod, der nichts verspricht, verschlingt die Zeit
und weiht die Liebe mit dem Kelch der Trauer.

von: 
Erich Vio

Frühlingsleicht

Ich schaue es mir wieder an
der erste Glanz ist längst vergang'n
Es sieht so aus, als wärest du
so weit
so fremd und ohne mich
vergeht dein Leben frühlingsleicht.

Dein Bild – es malte nicht die Hand
Der Stift, der deine Züge fand
Er sang das Lied, das uns verband
In meinem Traum
In meiner kleinen, stillen Welt
vergeht dein Leben frühlingsleicht.

Ich schaue es mir wieder an

von: 
Artem Zolotarov

Drei Worte

Drei Worte.
Sag sie! Sag sie laut!
Ich frage nicht nach dir.
Drei Worte.
Wag' sie! Wag' sie laut!
Ich frage nicht nach dir.
Der Kaffee kocht, die Lampe brennt
und Zucker steht bereit.
Hinter der Scheibe wacht die Nacht
und eine Motte schreit.
Sie schreit nach Licht,
nach Leidenschaft
der Lampe, die sie liebt.
Flöge sie rein und küsste sie,
der Todeskuss ihr blieb'.

Drei Worte.

von: 
Artem Zolotarov

Die Lippen

Die Lippen
welche niemals bitten
und niemals baten
niemals bitten werden.
Sie warten stumm
auf Sprache der Gebärden
und einen Kuss,
nur einen Kuss,
der sie versteht.

Und mag der Kuss
auch den Genuss verwehren,
in allen Ehren
bleibt die Fantasie.
Für sie würden die Lippen
Meere leeren
ohne ein Wort des Bittens,
nur für sie.

Die Lippen
welche niemals bitten
und niemals baten

von: 
Artem Zolotarov

Der erste Tanz

Elektroschocks auf meiner Haut.
Mein Herz steht still, weil sie es will.
Der Blick dem meine Seele traut,
taut auf und macht die Angst senil.

Der Atem stockt, die Luft vibriert
und der Moment so süß wie sie.
Wenn sie verschmitzt zu Boden blickt,
hör ich des Herzens Melodie.

Ich halte sie und spüre das,
was Leben unbeschreiblich macht.
Für jede Träne, die einst fiel

von: 
Artem Zolotarov

Een Blümchen inne Vase

Een Blümchen inne Vase,
det kann een Wunder sein,
Erinnerung an Stunden
voll Glück und Sonnenschein . . .

Een Blümchen inne Vase,
jeschenkt aus zarte Hand,
is Zeichen ooch von Liebe,
die Herz mit Herz verband . . .

Een Blümchen inne Vase
verkündet oft Verzicht
uff ville Liebesbriefe
und manchet Trostjedicht . . .

Een Blümchen inne Vase,
det is ooch Jejenwart,

von: 
Kurt Steinkrauß

einer ameise gewidmet

ich schreie,
ich küsse dich,
ich küsse dich nicht !
ich liebe dich !
ich fühle überhaupt nichts,
ich könnte kotzen !

gut, dass ich weiß
dass übermorgen schon
alles anders ist,
weil meine kaputte
seele dann wieder,
wer weiß warum -
der teufel weiß warum -
mutig und froh ist,
warum nur ?

von: 
Heinz E. Schrocke

Weil Du es bist

Plötzlich sah ich Dich. Ein Augenpaar
fand ich, so, wie´s bei keiner Ander´n ist!
Und deine Sehnsucht zu stillen
sehn ich mich, weil Du es bist!

Ein Lippenpaar fand ich mit meinem Mund,
das, als wär`s das erste mal, heiß mich küsst.
Und wie er brennt, der Kuss, wie Feuer.
Ich hab´s gewollt, weil Du es bist!

Und ist es Nacht, so finden wir uns ewig,

von: 
Heinz E. Schrocke

Geliebte(r)

Hey, Du ! Was siehst du gut aus!
Ob´s Andere ebenso empfinden?
Es ist mir scheißegal, my dear,
was sollt´ ich drüber ergründen?

Ich finde Deine Augen dufte
(sie erinnern mich ans Meer),
und Deine Haare, wenn der Wind geht,
weh´n Dir quasi hinterher.

Was ich lache, wenn du rennst,
denn Dein Arsch, der wackelt mit.
Die Sicherheit, die du so hast,
wenn Du willst, auch mal - zu Dritt.

von: 
Heinz E. Schrocke

Gedicht 1

Bereite uns das Bett,
schüttele die Himmel auf
zieh die Gardinen vor die Welt,
dass die ewige Quelle
zum Fluss werde
der wartende Wind
zum Sturm
für uns
Liebende,
Sterne
im Meer

von: 
Gila Philipp-Kullmann

Ganz einfach

Auf einmal geht's einfach nicht mehr.
Die Liebe, lange da und leicht,
Ist fort, zu sprechen fällt nun schwer
Und niemand hört, worum es geht.
Kein Trotzdem fehlt und kein Vielleicht
Und keiner da, der noch versteht.
Das Paar, einst voll und reich, ist leer,
Vorbei, zu mehr hat's nicht gereicht,
Ganz einfach, einfach nicht ganz fair.

von: 
Andreas Moser

Zugvogel

Immer nur für einen Sommer
baue ich mein Nest;
ich bin euer treuer Gast,
doch ist der Süden meine Heimat.

Mein ewig heißes Federkleid
streichelt jeden Abend deine Wangen;
ich bin dein Sonnengast,
und Herbst bedeutet Weg für mich.

Bleib immer jung, Geliebter,
die ersten Schneetränen fallen;
mich ruft mein südliches Nest,
doch meine Flügel sind erstarrt.

von: 
Juliana Modoi

Wenn du kommst

Die Blume in unserem Gewissen
geht langsam ein;
wer weint um ein pflanzliches Leben,
wem fehlt ein Tropfen unter unzähligen?

So ist es, wenn es regnet!
Das Riesenmaul der Städte
ist am verdursten,
es ist der Wolken Feind.

Die Qual der Lampen
in ahnungslosen Räumen
zerschreit die Stunde;
du darfst keine Fußspuren hinterlassen.

So ist es, auch wenn du kommst!

von: 
Juliana Modoi

Sehnsucht

Vertreib den Schaum der Korallen
aus meinen wehmütigen Zügen,
der Abgrund hat seine Seile eingezogen,
die Schimmel haben schon wunde Hufe.

Der fremde Reiter meidet das Wasser,
Schilf umsäumt sein feuchtes Gemüt,
taumelnd ist das Pferd erbleicht,
schweigend dampft der See.

Nach Weihrauch duftet meine Liebe
und wird zu Tau an deinen Wangen;

von: 
Juliana Modoi

Ohne Dich

Ohne dich
versteinert die Nacht in den Ästen,
und Donner stürmen das Meer;
Sehnsucht quillt aus dem Traum.

Ohne dich
liegen Mondbetten wie Gräber
im Wind der Luftlosigkeit;
Schwermut siedet in den Wolken.

Und Schatten legen ihre Hände
mitten in wässriges Ertrinken,
in Mondbetten vergeht die Nacht.
Ich singe mein Lied ohne dich.

von: 
Juliana Modoi

Morgen

Stunde der Hingabe,
du bist vorbei...
Kalt ist jeder Augenblick,
und die Wände zittern.

Stunde der Wärme,
der Tag hat dich erstickt,
hoffnungslos und ohne Ziel
gehst du im Dämmerlicht verloren.

Es frieren die Arme,
die einmal heiß
die Nacht umschlungen hielten.

von: 
Juliana Modoi

Wieder einmal

Wieder einmal
bewegen wir uns
(Grausamkeit unserer Bestimmung)
auf dem schwankenden Seil unserer Liebe,
das gespannt ist
über dem Abgrund des Lebens.
Es reicht vom Tag unserer Begegnung
hinein bis in die Ewigkeit.
Es liegt an uns,
dieses Ziel zu erreichen.
So taste ich -
Seiltänzerin, mit vom Schicksal verbundenen Augen,
dich - die Balancierstange - in den Händen.

von: 
Tilly Boesche-Zacharow
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