Liebesgedichte

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Deine Liebe

Eine Schutzschicht
habe ich mir genäht.
Der Stoff ist gemacht
aus dem Faden deiner Liebe.

Allerdings
lässt mich der Panzer
meiner Vergangenheit
noch immer frieren.

von: 
LiteratPro.de

Frühlingsleicht

Ich schaue es mir wieder an
der erste Glanz ist längst vergang'n
Es sieht so aus, als wärest du
so weit
so fremd und ohne mich
vergeht dein Leben frühlingsleicht.

Dein Bild – es malte nicht die Hand
Der Stift, der deine Züge fand
Er sang das Lied, das uns verband
In meinem Traum
In meiner kleinen, stillen Welt
vergeht dein Leben frühlingsleicht.

Ich schaue es mir wieder an
der erste Glanz ist längst vergang'n
Die Sommersprossen herbstlaubbunt
Dein Winter – er war bitterkalt
Doch wenn ich schenk dir jede Jahreszeit
vergeht dein Leben frühlingsleicht.

Nun bist du hier

von: 
Artem Zolotarov

Es fröstelt mich

Es fröstelt mich,
wenn ich sie seh,
denn sie ist kalt,
wie weisser Schnee.
Doch wärmt ihr Weiss den schwarzen Tag
durch den ich täglich, kläglich geh.

Es fröstelt mich,
mein Körper bebt.
Das Herz schlägt weiter Farben.
Zum grauen Kopf, zum kalten Hirn,
des Regenbogens Farben.

Ich suche weiter Eis in Glut
und Hoffnung zwischen Zeilen.
Ich weiß, die Zukunft, sie wird gut.
So weit, so gut, ich bleibe.

von: 
Artem Zolotarov

Drei Worte

Drei Worte.
Sag sie! Sag sie laut!
Ich frage nicht nach dir.
Drei Worte.
Wag' sie! Wag' sie laut!
Ich frage nicht nach dir.
Der Kaffee kocht, die Lampe brennt
und Zucker steht bereit.
Hinter der Scheibe wacht die Nacht
und eine Motte schreit.
Sie schreit nach Licht,
nach Leidenschaft
der Lampe, die sie liebt.
Flöge sie rein und küsste sie,
der Todeskuss ihr blieb'.

Drei Worte.
Sag sie! Sag sie laut!
Ich frage nicht nach dir.
So leise trennt uns nun Nacht,
das Licht zu dem ich flieh.

von: 
Artem Zolotarov

Die Lippen

Die Lippen
welche niemals bitten
und niemals baten
niemals bitten werden.
Sie warten stumm
auf Sprache der Gebärden
und einen Kuss,
nur einen Kuss,
der sie versteht.

Und mag der Kuss
auch den Genuss verwehren,
in allen Ehren
bleibt die Fantasie.
Für sie würden die Lippen
Meere leeren
ohne ein Wort des Bittens,
nur für sie.

Die Lippen
welche niemals bitten
und niemals baten
niemals bitten werden,
bewahren schweigend Gold
bis sie verschlossen sterben.
Ohne den Kuss,
nur einen Kuss,
der sie versteht.

von: 
Artem Zolotarov

Der erste Tanz

Elektroschocks auf meiner Haut.
Mein Herz steht still, weil sie es will.
Der Blick dem meine Seele traut,
taut auf und macht die Angst senil.

Der Atem stockt, die Luft vibriert
und der Moment so süß wie sie.
Wenn sie verschmitzt zu Boden blickt,
hör ich des Herzens Melodie.

Ich halte sie und spüre das,
was Leben unbeschreiblich macht.
Für jede Träne, die einst fiel
wärmt mich ein Strahl, wenn sie grad lacht.

Und wenn der Tanz zu Ende ist,
zerfließen wir gemeinsam.
Denn zwei verwandte Seelen sind
vereint und nie mehr einsam.

von: 
Artem Zolotarov

LIEBE UND TOD - an Leonie -

Ein altes Sprichwort kommt mir in den Sinn,
daß Tod und Liebe, wunderbar verbunden,
ihr Spiel betreiben seit dem Anbeginn
der Welt. Die Liebe heiligt Todesstunden
mit ihrem Trost, doch die Beharrlichkeit,
die sie verspricht, ist nur von kurzer Dauer.
Der Tod, der nichts verspricht, verschlingt die Zeit
und weiht die Liebe mit dem Kelch der Trauer.
Was Liebeslust erweckt, muß sterblich sein,
sonst könnt' es niemals sich mit mir vereinen;
und bliebe nicht von beiden eins allein,
es würde niemand um die Liebe weinen.

von: 
Erich Vio

Een Blümchen inne Vase

Een Blümchen inne Vase,
det kann een Wunder sein,
Erinnerung an Stunden
voll Glück und Sonnenschein . . .

Een Blümchen inne Vase,
jeschenkt aus zarte Hand,
is Zeichen ooch von Liebe,
die Herz mit Herz verband . . .

Een Blümchen inne Vase
verkündet oft Verzicht
uff ville Liebesbriefe
und manchet Trostjedicht . . .

Een Blümchen inne Vase,
det is ooch Jejenwart,
wo janz jeheime Sehnsucht
sich mit Erfüllung paart . . .

Een Blümchen inne Vase
weist ooch uff Zukunft hin
und jiebt een´n Menschenleben
oft eenen neuen Sinn . . .

Een Blümchen inne Vase –

von: 
Kurt Steinkrauß

einer ameise gewidmet

ich schreie,
ich küsse dich,
ich küsse dich nicht !
ich liebe dich !
ich fühle überhaupt nichts,
ich könnte kotzen !

gut, dass ich weiß
dass übermorgen schon
alles anders ist,
weil meine kaputte
seele dann wieder,
wer weiß warum -
der teufel weiß warum -
mutig und froh ist,
warum nur ?

von: 
Heinz E. Schrocke

Weil Du es bist

Plötzlich sah ich Dich. Ein Augenpaar
fand ich, so, wie´s bei keiner Ander´n ist!
Und deine Sehnsucht zu stillen
sehn ich mich, weil Du es bist!

Ein Lippenpaar fand ich mit meinem Mund,
das, als wär`s das erste mal, heiß mich küsst.
Und wie er brennt, der Kuss, wie Feuer.
Ich hab´s gewollt, weil Du es bist!

Und ist es Nacht, so finden wir uns ewig,
und ist´s Dir, als wenn du die Welt vergisst,
so dank ich der Liebe der Nacht,
so dank ich für uns, weil Du es bist!

Mag es einst dunkeln um uns, mögen Wolken
machen, dass es vom Himmel her gießt,

von: 
Heinz E. Schrocke
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