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Poesie von Gästen

Hier wird "Poesie von Gästen" vorgestellt. Jeder Besucher von LiteratPro.de hat die Möglichkeit Poesie auf der Webseite zu veröffentlichen und einen Link zur eigenen Homepage zu hinterlassen.

schnapsidee

schnapsidee

auf
zu neuen
ufern
sagte ich
mir –
zwanghaft
lächelnd –
doch
wo sind diese?

und so
paddele ich
ziemlich
orientierungslos
und ohne
navigationsgerät
in der suppe

Urheber: 
Arja Barton

Kaffebohnen

Kaffebohnen

Bescheidenheit, sie koennen reichen,
so drei vier Tage, hier in der Einsamkeit.

Mein Blick hinaus, in den Korridor,
die schwarzen Pilze, sie werden mehr.

Urheber: 
Jutta Ria Zeller

mein Fluss

Gefallene Träume, gefallene Engel

einst Halt, einst Illusion
einst Wunsch, einst Traum
haltlos zerfallen in der Echtheit
zersplittert an den harten Kern der Welt

Urheber: 
Petra M. Jansen

Der verlorene Park

Vorbei die heißen Tage
mit langen Träumen.
Nie gesagt, nie gelebt,
nur vergessen - war es wahr?

Der Park träumt noch, kennt
noch die Wege und die Straßen,
auch wenn Deine Spuren

Urheber: 
Kyx

Zinseszins

Rascheln in den Bilanzen
leises Aufstöhnen
hinterm Bankschalter
Girogebühren
als Wichsvorlage
der besseren Gesellschaft
die Bankster
ein Heer nimmermüder Rechtshänder.

Nachmittags

Urheber: 
Thomas Reich

POSTLAGERND

Stapelbotschaften
Zeichen in geringfügigen Dosen
Zwischengefaltet in Schubfächern
Sechzig Sekunden knistern
Hinter Glasscheiben
Hinterm Rücken
Reihungen-
Der blaue Staatsdiener

Urheber: 
Last

Kein Mensch

kein mensch will
zurück ins kein-mensch-land
weil da soviel
fremde sind die
jemand sein wollen
kein mensch will nur
kein mensch sein und
atem holen
wenn er schläft oder wacht

Urheber: 
Sirius

Waldsee

Liegt rein und glänzt.
Ich denke nach:
Was ist er?
Lediglich ein Waldsee.
Sehr abgründig,
aber lediglich für sich allein.
Jenes was er birgt,
gehört nur ihm.

Ich schaue in die Tiefen

Urheber: 
DerLiterat

Beobachtung

Seidene Gebilde durchqueren die Nacht,
verbunden mit einem Stück Licht,
das sie akzeptiert.

Positionen, schön eingefasst in Träume
harren auf den Tag des Spiegelbilds,
auf das "Wann".

Urheber: 
DerLiterat

Neujahr

Neujahr,
Weißer weicher Schnee fällt auf die
Erde nieder
Gefroren ist der Weiher
In allen Häusern sind die
Menschen aufgeregt, weil zu
Neujahr jeder Mensch geheime
Wünsche hegt

Urheber: 
Susanne Ulrike Maria Albrecht

Warten

Gegangen bist Du,
ohne dich umzudrehen.
Zum Abschied gab ich Dir
mein Herz.
und Du nahmst es,
wie ein Mann,
und stecktest es stumm
in deine Jackentasche,
zu den anderen Sachen.

Urheber: 
cytheris@gmx.de

Geborgenheit

In den Ozean deines Auges tauche ich ein
bis zur Unendlichkeit.
Liebster,
decke mich mit deinem Augenlicht zu,
und singe mir etwas vor.
Heute Nacht bleibe ich bei dir.

Urheber: 
cytheris@gmx.de

Suche

Ich ging durch die Stadt,
durchsuchte die Strassen, die Parks,
die Kanalisation und die U-Bahn-Schächte.
Schliesslich fragte ich die Menschen:
Habt ihr meinen Liebsten gesehen?

Urheber: 
cytheris@gmx.de

Von der Leichtigkeit des Seins

Ich denk an Mich,
wenn ich allein bin.
Wir haben tausend Seile,
die nicht reißen.
Ich höre hin;
mit jedem Schritt
nicht mehr allein.

Nach Dunkelheit
und immer finst’rem Kram

Urheber: 
Jana Marsch

Für Dich

Ich versuche dich zu fühlen
und fühle mich,
nur diesmal ohne Angst und ohne Zweifel
und ohne Gier, ohne Wut.
Und überhaupt ist alles auf einmal so leicht
und befreit!

Urheber: 
Denis W.
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