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Kurzprosa

Auf diesen Seiten sind alle auf LiteratPro veröffentlichten Beiträge untergebracht, die in die Kategorie „Kurzprosa“ eingeordnet werden konnten. Die Einordnung in die Kategorie Kurzprosa wurde dabei von LiteratPro vorgenommen und entspricht nicht zwingend den eventuell fachlichen Einordnungen in Publikationen.

Woche

Am Montag wurde ich geboren. Es regnete.Dienstag war mein erster Schultag. Die Schule ist groß und aufregend und Marcel ist ab jetzt mein bester Freund.Mittwoch war ich an der Uni. Das Studium läuft gut. Das Bier ist billig und die Weiber … Außerdem ist die Bibliothek sehr groß, man kann dort gut schlafen.„Ja, ich will“, hörte ich mich am Donnerstag sagen. Meine Mutter hat geweint. Wenn Papa das nur miterleben könnte. Sina ist meine Traumfrau. Ich liebe sie.Artem kam am Freitag zur Welt. Ein echter Prachtkerl.

von: 
Artem Zolotarov

Kurt Steinkrauß erinnert sich an = Hoppla - jetzt komm ich! = Hans Albers

Was war dieser großartige Schauspieler doch für ein Kerl! So ein richtiges Mannsbild, hinter dem die Frauen her waren wie die Teufel hinter der armen Seele.

von: 
Kurt Steinkrauß

Homunkulus

Im Anfang war – was war, was glaubt man, das gewesen sein könnte?
Das Kleinste der Ursubstanz kann schließlich diesem Anfang überlassen bleiben. Der Ursprung ist unerheblich..

von: 
Ingeborg Schneidereit

Altersheimat

Dunkle, grüne Blätter, bald schon gelb, spendeten Schatten das ganze Leben lang bis heute, wo sanftes rotes Licht direkt auf die zwei Alten fällt, die da sitzen auf der kleinen Bank unter der Eiche, r

von: 
Andreas Moser

Schaumfänger

Warum sprudelt alles nur so? Ich habe Angst mich zu verlieren in diesem Strudel aus Nichtgesagtem. In welche Richtung auch immer sie sich wenden, die Worte platzen.

von: 
Perdita Klimeck

Wunderjahre auf der Couch

...Vom offenen Fenster her gackerte es in mein versunkenes Schweigen hinein.
„Genug für heute“ säuselte es hinter meinem Kopf.
„Halten Sie Geflügel?“ fragte ich, als ich mich von der Couch erhob.

von: 
Max Dernet

Wort zum Sonntag

An einem jener Tage, an denen unser Land vor den Bergen wie träumend unter wolkenlosem Blau liegt, saß Meister Hermann im Schatten einer Kastanie vor seinem Bierkrug und schwieg ausgiebig.

von: 
Max Dernet

Unter Krummholzner

Wie oft musste ich in letzter Zeit wieder hören: ‚Unter Krummholzner hätte es das nicht gegeben!’

von: 
Max Dernet

Unter Kretins

Gestern nacht bis hinüber in die innere Mogelei geträumt. Jurtenzauber mit vergorener Stutenmilch, darauf nächtlicher Ausritt in gehobenster Stimmung. Es lachten im Galopp wir rauen Gesellen!

von: 
Max Dernet

Das Klavierkonzert

„Kommst du mit; Hermann? Ist Gratis!“ Ernesto wedelte lockend mit zwei Konzertkarten vor des großen Mannes Nase.

von: 
Max Dernet

Briefe an Pat

„Ich habe den Verdacht, das sagen Sie nur, weil Ihnen die entsprechenden Worte eingefallen sind“, sagte einer, der sich bis dahin restlos ausgeschwiegen hatte und alle nickten einverständig.

von: 
Max Dernet

Aussterbende Begriffe (1) : Der Salonkommunist

Mein Großvater war's, der an einem dieser regentrüben Sonntagnachmittage zwischen Herbst und Winter, hart mit der Frankfurter Schule ins Gericht ging.

von: 
Max Dernet

Zahnarzt

Sie kommt gerade vom Zahnarzt, hat sich die obere
Zahnreihe überkronen lassen. Aber warum lindgrün. Ihre
Zähne glänzen, schimmern und blitzen im Licht wie

von: 
Conrad Cortin

Ruhestand

"Ich kann Sie nicht in den Ruhestand schicken", sagt der
Chef, "Sie würden sich doch nur gehen lassen.
Regelmäßiger Lebenswandel und leichte körperliche

von: 
Conrad Cortin

Gratulation

Lieber Max! Ich wünsche Dir alles Gute möglichst weit
weg von mir. Ich stelle mir vor, Du gehst nach Uganda,
treibst Handel dort mit Ugandern, schwätzt mit den

von: 
Conrad Cortin

Gewohnheiten

Benno drückt die junge Frau an sich und küsst sie zart auf
die Wange. Sie ist Buchhändlerin in dem schönen
Antiquariat in der Marienplatzpassage. Bis vor drei

von: 
Conrad Cortin

GrenzerFahrungen

Der Eifrige, der mir die TAZ mit gerechter Wut abnimmt. Noch ein Triumph für die fortschrittliche Gesellschaft!

von: 
Mitch Cohen
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