Schimpfen muss erlaubt sein - mit einem Lächeln bitte
In einer Welt, in der sich alles um Werbebotschaften und das Anpreisen von Artikeln, Firmen, Personen - prominent oder nur dazu erhoben prominent zu sein - und allem, was sich irgendwie ins positive kehren lässt und durch ein paar Worte zur Ikone erhoben wird, dreht, bleibt der nüchterne mitunter kühle und dabei kontroverse Blick auf die Dinge das, was einem sofort ins Auge springt. Die Rede ist vom Internet und von eben dem "Kontra", das nicht schon auf allen anderen Hochzeiten mittanzt, um durch besonders positive Reaktionen - ob nun per Klickraten oder Verlinkungen - in der Welt der virtuellen Schmeicheleien zu glänzen.
Auf meiner Suche nach dem Gegenpol zum Einerlei der Online-Zeitschriften, Portale, Blogs, Shops, Webseiten -bin ich, unter anderem auf den ZWS Blog gestoßen. Sich "Zetern, Wettern und Schimpfen" auf die Fahne zu schreiben scheint unpopulär ... um so populärer sind die Themen, die auf der Webseite zerschnitten, klein gehackt, durchgekaut und wieder ausgespuckt werden ... das alles auf eine übrigens recht positive Art und Weise. Ob "Ein frohes neues Jahr und willkommen in 2012!" aufs Korn genommen wird, lustig der Wirbel um den Klimawandel infrage gestellt oder die Grammys mit einem "ZWS-Blick" entzaubert werden, die oftmals punktgenauen Einwürfe und in fast "schmidtsarkastischer" Satire dargebrachten Beiträge machen Lust zum weiter lesen und entzücken durch ihre für das World Wide Web jungfräuliche Neutralität.
Wer sich jetzt nachdenklich das Kinn kratzt und dabei die Frage stellt, ob er denn nicht - gut verpackt - einfach nur auf einer weiteren Werbebotschaftsseite landet, den kann ich beruhigen ... das Webprojekt wird privat geführt. Wer mitdiskutieren möchte, der kann das in Form von Kommentaren tun und wird dafür sicher kein "Zetern, Wettern und Schimpfen" ernten.



