Ein lauer Wind weht in den Fluren
vertreibt des Winters letzte Spuren
und lässt uns wärmend Gold herein
Der Erde Frost gibt nach dem Leben
wird neuem Sein sich stumm ergeben
der Natur Geschöpfe zu Willen sein
Sie bahnen sich ihren Weg zum Licht
ein jedes das schützende Dunkel durchbricht
entfalten sich in der Welten Hauch
Sie neigen ihre weißen Köpfchen sacht
verzaubern uns mit gar lieblicher Machth
und stehen erhaben, zerbrechlich auch
Ein zweites folgt dem ersten sogleich
erscheint gar lautlos aus der Erde Reich
verkünden der Jahreszeiten Wende
Und wie sie da stehen, in frischem Grün
zwischen den Sträuchern jungfräulich erblüh 'n
verheißt 's aller Trostlosigkeit das Ende
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