Was uns der Tag versprach, ist nun genossen,
in deinen Blicken glimmt ein Werben:
Als hätte Honig sich ins Blut ergossen,
als wäre Stille auch ein bisschen Sterben.
Es neigt sich uns ein Sternenraunen,
aus fremden Welten, die so fern entlegen.
Ein Staunen, Schauern und ein Hauch von Daunen
umgarnt uns, flüstert, lullt sich uns entgegen.
Es scheint, du möchtest nun verborg‘nen Hunger stillen,
bringst meine straff gespannten Seiten zum Erklingen.
Ist deine Lust der Bogen? Ist dies gar ein Ringen
um Unterwürfigkeit und aufgepeitschten Willen?
Ich wollt‘ derart den Geist im Körper wissen,
dass jede Färbung den Verstand verehrt.
Jedoch dein tumber roter Rausch verzehrt
mein zages Harren, dass wir dulden müssen,
dass jenes Gut, das einstmals unsren Geist beflügelt,
nunmehr brachliegt. Gottverlassen. Wild. Und ungezügelt.
Was kann der Hahn nicht, was die Eulen dir verheißen?
Was soll die Nacht in unsrem Blute denn entfachen?
Entgleisung? Abgrund? Lichte mir vor dem Erwachen
den Grund, dass blanke Körper weiß im Dunkeln gleißen…