Oktober 17 - HerbstZEITgedanken

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Es hetzt die Zeit mich
durch die Tage. Kürzer
scheint die Spanne von
Dämmerung zu Dämmerung.
Hier stehe ich, recht kurzatmig
vom ruhelosen Peitschen
dieser großen Macht,
die ohne zögerliches
Fühlen den Takt bestimmt
mit wüster Kraft. Heut'
seh ich mich noch herbstlich
warm im lichten Schein
des Farbenspiels. Da frag
ich mich "wie fruchtbar
ist die Zeit? Sekunden, Stunden,
Ewigkeit"... all das zerrinnt
im (N)irgendwo. Drum
öffne ich die Hände und
grüße sacht den Augenblick,
der huscht vorüber, ich
lass ihn zieh'n. Stell nicht
mehr die verlor'nen Fragen
nach dem Sinn. Denn die
versanden ohnehin am
Saum der unvorstellbaren,
jedoch benennbaren
Unendlichkeit. Und die
erscheint mir wie
ein Wesen der Erhabenheit.

27. Oktober 2017

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Kommentare

27. Okt 2017

Die Dauer-Suche nach dem Sinn
Wird schnell zur Sucht - sie haut nicht hin ...

LG Axel

28. Okt 2017

So ist es. Und lieben Dank an Dich, Axel, für Deinen treffenden Zweizeiler.

Liebe Grüße ins Wochenende,
Monika

27. Okt 2017

Von Dämmerung zu Dämmerung - bleibt nicht mehr viel.
Grotesk vielleicht ist gar der Sinn des Lebens' Spiel.
Gern gelesen, liebe Monika.

Liebe Grüße,
Annelie

28. Okt 2017

Hab auch Deine Worte sehr gerne gelesen, liebe Annelie. Nun wünsche ich Dir ein vom Orkan befreites Wochenende. Ein erträglicher Wind reicht!

Liebe Grüße ins Wochenende,
Monika

27. Okt 2017

Das fühle und denke ich ähnlich, liebe Monika. Dennoch suche ich weiter nach dem Sinn, sonst verliere ich die Hoffnung und den Mut. Liebe Grüße - Marie

28. Okt 2017

Hallo Marie!
Ist nicht das Leben selbst Sinn? Mit allem, was es an Gutem und Misslichem bietet und somit zur Bewältigung aufruft? Jedenfalls können mir all die religiösen und von Menschen erdachten Thesen - die ohnehin kaum gelebt werden - den Sinn des Lebens nicht erklären. Vielleicht bringt uns das Bewusstsein, im Kopf ein sogenanntes Gottesmodul zu haben, eine spirituelle Ebene, die auf Liebe hinweist, ein wenig Zuversicht und Mut.
Hab lieben Dank für Deinen Kommentar, Marie. Und ein Wochenende voller Mut und Hoffnung.
LG Monika

28. Okt 2017

Für alle Klicks MERCI, MERCI!

LG Monika

28. Okt 2017

Mein Sinn des Lebens ist das Sein,
täglich, ob es groß ob klein
versuche damit umzugehen
denn es wird und muss ja weitergehen ...

Herzliche Grüße
Soléa

29. Okt 2017

Dein kleines Gedicht spricht mich sehr an, liebe Solea. Let it be... Inzwischen hab ich nach all der Suche gelernt, im Augenblick liegt der Genuss. Krall ich mich fest, gibt's Überdruss. Herzlichen Dank für Deine Zeilen.

Und einen erfüllten Sonntag mit zusätzlicher Stunde,
Monika

28. Okt 2017

Wenn ich, liebe Monika, wie in meiner neuen Lektüre "Liverpool Street" von Anne C. Voorhoeve beschrieben, lese, wie manche Juden, die nicht einmal sehr gläubig sind (sein müssen) den Schabbat feiern, dann bedauere ich oft, dass ich nicht jüdischen Glaubens bin. Wie feierlich und schön diese Familien den siebten Tag, den Tag der Ruhe begehen, von Freitagabend bist Samstagabend. Allein wegen dieser Feierlichkeiten und Zeremonien lohnt es sich, zu leben.

Liebe Grüße,
Annelie

28. Okt 2017

Wenn ich, liebe Monika, wie in meiner neuen Lektüre "Liverpool Street" von Anne C. Voorhoeve beschrieben, lese, wie manche Juden, die nicht einmal sehr gläubig sind (sein müssen) den Schabbat feiern, dann bedauere ich oft, dass ich nicht jüdischen Glaubens bin. Wie feierlich und schön diese Familien den siebten Tag, den Tag der Ruhe, begehen, von Freitagabend bist Samstagabend! Allein wegen dieser Feierlichkeiten und Zeremonien macht es Sinn, zu leben.

Liebe Grüße,
Annelie

29. Okt 2017

Liebe Annelie, da hat Dich aber ein "Buch" sehr ergriffen. Und das ist schön, wenn unsere kostbaren kulturellen Schätze so eine Wirkung haben. Mal zwischendurch geistig abheben, um Kraft zu tanken. Wenn das gelingt, ist's wie Magie. Meistens hat das, was man nicht kennt, einen besonderen Reiz. Und das verstehe ich! Fremde Rituale aus fernen Welten wecken Sehnsucht. Menschen brauchen Rituale. Vielleicht gelingt es uns, das Weihnachtsfest als mitmenschliche und auch familienbezogene Tradition und Zuwendung zu betrachten und den Kommerz in Schach zu halten. Dann liegt das Gute ach so nah.
Und Dir danke ich für Deinen anrührenden Kommentar, der mich nachdenklich gemacht - aber auch - begeistert hat.

Noch einen anregenden Sonntag mit ein wenig Sonne.
LG Monika + Khalessi mit langsam nachlassender Angststörung