gestillter Durst

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von Marie Mehrfeld

hob sich silbernes Flüstern längst erloschener Monde im Traum aus den Nebeln ferner Sternenmeere, schüttete sich in meine Augen und Deine, wusch letzte Kälte aus und pflanzte Gesänge des Friedens in unsere Seelen,

so summten wir namenlos an fremdem Orten, bis uns Schlaf überkam, schmeichelnde Winde füllten gläserne Krüge, stillten unseren Durst, Zärtlichkeit schöpften wir mit hohlen Händen aus dunklen Gewässern, die hinter

wisperndem Schilf ruhten, und liebten uns in blauen Zelten, so sehnsüchtig waren unsere Nächte, dass die Steine ihr Schweigen brachen und erzählten von den Zeiten, als es uns noch nicht gab und auch nicht den

Hass und die Kriege, Hand in Hand bestiegen wir den Berg aller Berge, als wir über den Wolken waren, ließen wir uns fallen, einfach so, in die unendliche Tiefe des Raums in der Gewissheit ewiger Wiederkehr

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