Wenn man sein eigenes Ich nicht mehr spürt
der Grund des Seins sich in der Weite verliert
Wenn man verirrt in der Seele Wald
das Echo der Rufe an den Bäumen abprallt
Wenn das Herz vor Kummer fast zerspringt
das Blut pulsiert, doch der Lebensmut sinkt
Wenn es im Kopf ist zerrissen und laut
und man seinem eigenen Wort nicht mehr traut
Wenn man, gefühlt, nackt steht an der Wand
unter Tränenmeeren sieht nicht mehr das Land
Wenn Herrlichkeit und Farben der Welt verschwunden
immer tiefer werden, die entstandenen Wunden
Dann meint man, den Zug des Lebens verpasst
und Angst und Verzweiflung die Sinne erfasst...
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