dichter Novembernebel trübt den Blick
windet sich durch allerfeinste Poren
der Eindringling gebärt den Seelenknick
ist wohl dazu bestens auserkoren
das Pendant in tiefem Schwarz gekleidet
ein immer länger werdendes Gewand
der Gestirne wegen stets beneidet
bringt jetzt vor allem Schwermut übers Land
zurückgezogen in ihrem Bette
der Kopf ist zäh, leicht gelähmt die Glieder
wünscht sie sich hinfort von dieser Stätte
schließt erwartungsvoll die Augenlider
es erscheint um Mitternacht von Ferne
ein Nomade des Himmels leuchtend hell
mausert sich zum größten aller Sterne
verbreitet frohe Kunde rasend schnell
sie eilt zur Tür, bewundert seinen Schweif
legt ab das Grau, hüllt sich in buntes Tuch
schmückt den Arm mit einem goldenen Reif
beschließt ihm zu folgen, durchbricht den Fluch
mutig schreitet sie entlang den Wegen
trifft auf Menschen mit ähnlich schwerer Last
jeder wird dem Nächsten schnell zum Segen
das Ziel vereint erreicht und ohne Hast
überwunden ist die letzte Klippe
Zugang erlangt mit offenem Herzen
zärtlich berührt vom Kind in der Krippe
erwacht sie im Schein brennender Kerzen