Melancholie in bröckelnder Kühle
der Nächte, nach glühender Hitze gewesen.
Stauend, nicht abfließend, fremde Gefühle,
aus den vergilbenden Schriften gelesen,
im zackenden Schein irrender Lichter
geschleuderter Blitze verfremdeten Seins,
vor Augen die Masken entleerter Gesichter,
geformt aus der Nachgiebigkeit des Gesteins,
gestiegen in schwindelnde Himmelshöhen,
zu stürzen in dräuende Abgründe tief,
dieweil seichte Flore im Schicksalswind wehen,
während in Agonie Glücklichsein schlief,
zu kämpfen den Kampf der andren Geschlechter,
die vor unsrer Zeit unsre Kreise gestört,
gehüllt in den Umhang vergehender Wächter,
denen die letzte Wahrheit gehört.
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